Dezentrale Teams virtuos führen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer dezentrale Teams führt, hat mit erschwerten Rahmenbedingungen zu kämpfen:

  • die tägliche Kommunikation findet in der Regel über elektronische Medien und das Telefon statt

  • Raum für spontane Meetings und Get Togethers im Gesamtteam gibt es nicht

  • die Abstimmung und Vertretung untereinander ist herausfordernder

  • die Nähe zwischen Führungskraft und Team bzw. Führungskraft und Mitarbeiter ist
    über einen längeren Zeitraum aufzubauen und zu stabilisieren – das Thema Nähe und Distanz ist regelmäßig neu zu bewerten und bei Bedarf anzupassen

  • zeitnahes persönliches Feedback oder das Gefühl dafür „ wie geht es Dir heute“ 
    sind im Rahmen des täglichen Kontakts nicht ohne weiteres möglich

  • verzögerte Wahrnehmung von Konflikten durch die Führungskraft innerhalb einer dezentralen Einheit machen eine schnelle Konfliktklärung nicht unbedingt einfacher

Wie kann Führung auf Distanz trotzdem gut gelingen?

  • Zunächst ist es wichtig, sich trotz dezentraler Aufstellung einen Teamspirit zu erarbeiten.
    Dies wird insbesondere zu Beginn sehr stark von der Führungskraft und ihrer Einstellung getragen werden müssen

  • Teamspirit bedeutet, dass alle Teammitglieder an einem gemeinsamen Ziel arbeiten auch wenn sich nicht alle täglich sehen - gleichermaßen tragen auch alle zum Gelingen bei – also keine „gelebten“ Wertigkeiten innerhalb der dezentralen Teams und innerhalb des Gesamtteams.

  • Mitarbeiter bedürfen eines hohen Maßes an Eigenverantwortung und Selbstorganisationsfähigkeiten und das Vertrauen ihrer Führungskraft, um diese Werte ausleben zu können

  • Feste Fixpunkte zur Zusammenkunft des gesamten Teams ( Abteilungs/ Teamrunden) und Treffen mit der Führungskraft sind genauso wichtig, wie die gute Erreichbarkeit der Führungskraft, wenn sie nicht vor Ort ist.

  • Regelmäßige Teamworkshops professionell moderiert stärken das Wir-Gefühl und sind unbedingt auch durchzuführen, wenn es mal keine „schlimmen“ Konflikte oder Themen zu klären gibt, einfach so – Zeit miteinander verbringen – auch scheinbar nebensächliche Themen zur Sprache bringen, die sonst nicht auf den Tisch kommen

  • Rituale mit Teams und einzelnen Mitarbeitern wie der Cappuccino im Stehen, der gemeinsame Lunch oder andere sind wichtig für die Stärkung der Beziehung untereinander

  • und nicht zuletzt die Ausstattung der Mitarbeiter mit ausreichenden Kompetenzen, damit sie ihre Aufgaben gut und zügig wahrnehmen können und nicht durch langwierige Abstimmungen und „ich-erreich-den-Chef-nicht-Hürden“ in ihrer Leistung beeinträchtigt sind

 

Vorgenanntes enthält viele Selbstverständlichkeiten, die sich gut schreiben lassen, aber mit Ausdauer, Optimismus und Arbeit verbunden sind. Zu oft höre ich von Führungskräften und Mitarbeitern, dass in dezentralen Teams der Haussegen schief hängt, das Verhältnis zum Chef schwierig ist oder Unklarheiten über Prozesse bestehen.

Wenn ich als Führungskraft die Verantwortung für eine dezentral aufgestellte Einheit übernehme, bedarf es bei mir einer Grundhaltung, die, wenn ich nachhaltigen Erfolg haben will, geprägt ist von

  1. Vertrauen in die Selbstorganisationsfähigkeiten und Leistungsbereitschaft meiner Mitarbeitern

  2. Vertrauen darin, dass Menschen ihr Bestes geben und kreativ nach guten Lösungen suchen

  3. dem Wissen, dass Menschen unterschiedlich sind, Unterschiedliches brauchen, um sich gut zu fühlen und einige an Eigenverantwortung herangeführt und begleitet werden müssen

  4. Sympathie für Menschen und ihre Individualität und jeden Tag Lust auf die Begegnung mit ihnen

  5. exzellenten  Kommunikationsfähigkeiten mit einem guten Gespür für Menschen und Situationen

  6. einem Dienstleistungsverständnis von Führung, das besagt: wenn meine Mitarbeiter mich brauchen, dann bin ich
    zumindest per Mail oder am Telefon erreichbar und rufe ehest möglich zurück, damit Dinge zügig geklärt werden und meine Mitarbeiter sich ernst genommen und wertgeschätzt fühlen - denn ihre Arbeit ist mindestens genau so wichtig wie meine.

     

Dezentrale Teams führen lernen und zu Hochleistungsteams entwickeln:

 

Sprechen Sie mich an: www.lemkau-aschermann.de

 

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