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10 Reflexionsfragen nicht nur für Führungskräfte

 

Wer nicht reflektiert, entwickelt sich nicht weiter und kommt auch nicht heraus aus dem alltäglichen Hamsterrad.

Nur wer regelmäßig seine Arbeit, Routinen und sein Führungs-/Verhalten reflektiert, kann differenzieren, was gut oder schlecht läuft und was er oder sie daraus lernen kann.

Eine regelmäßige wöchentliche Reflexion für 15 – 30 Minuten am Ende der Woche z.B. freitags oder samstags mit Blick auf die neue Woche ist sinnvoll.

Angeregt durch das Buch „The Leadership Gap“ von Lolly Daskal, eine amerikanische Consultant für Leadership und Management, habe ich nachstehende Fragen entwickelt, die ich sinnvoll halte für Einzelreflexion aber auch für die Teamreflexion, ein Stand-Up oder für ein Mitarbeitergespräch:

 

1.     Was habe ich aus der vergangenen Woche gelernt?
Wer regelmäßig seine Erfahrungen reflektiert, lernt es, die Perspektive zu wechseln und auch aus unangenehmen Erfahrungen und Misserfolgen Lerneffekte zu erzielen.

2.     Mit was habe ich in der vergangenen Woche gekämpft, das meinen Erfolg beeinträchtigt hat?
Gemeint ist nicht das Verhalten anderer, sondern mein eigenes Verhalten. 
Mit welchem Verhalten habe ich es mir und anderen schwergemacht? Und was will ich daran künftig ändern?

3.     Welches war in der vergangenen Woche mein größter Erfolg?
Erfolge motivieren und geben Selbstvertrauen. Deshalb ist es wichtig, inne zu halten und die eigenen Erfolge regelmäßig zu erinnern und zu visualisieren.

4.     Was zeigte sich in der vergangenen Woche als größte Zeitverschwendung?
Nur das Identifizieren nutzloser Dinge und Aufgaben und das Hinterfragen meiner eigenen Routinen kann Veränderung bringen. 

5.     Habe ich mich in der letzten Woche selbst sabotiert?
Das Nachspüren meiner Glaubenssätze und meiner inneren Stimmen bringt unbewusste Verhaltensmuster und Reiz-Reaktionsmuster ans Licht. Welcher Gedanke oder Glaubenssatz hat mich ausgebremst? Welches Verhaltensmuster ist automatisch abgelaufen? Durch welche positiven Gedanken oder Verhalten kann ich dies künftig unterbrechen?

6.     Welchen Menschen möchte ich für ihre Hilfe in der letzten Woche danken??
Danke-sagen wird oft vergessen. Wir schaffen unsere Aufgaben jedoch nicht ohne unsere MitarbeiterInnen, KollegInnen, Chefs oder unsere Familie. Umso wichtiger ist es, regelmäßig aus tiefstem Herzen Danke zu sagen. Das freut und motiviert andere und macht mir bewusst, dass ich auch in Zukunft auf diese Menschen zählen kann. 

7.     Was will ich in dieser Woche ändern?
Was kann ich in dieser Woche anders machen? Wie kann ich Stress reduzieren? Wie kann ich Reaktionen auf äußere Reize und Anforderungen verändern? Gibt es andere Wege zu meinem Ziel? Wen oder was habe ich in der letzten Woche vernachlässigt?

8.     Welche wichtige Aufgabe will ich in dieser Woche als erstes angehen und wie erreiche ich dies?
Durch Fokussieren gelingt die Umsetzung! Management-Coaches empfehlen, sich täglich 90 Minuten Zeit für die wichtigste Aufgabe der Woche zu nehmen und zwar morgens als erstes – ohne Telefon – ohne Mail-Checken – allein und konzentriert. Durch Prüfung, Strahlung und Periodisierung der für diese Woche anstehenden Aufgaben gewinne ich einen guten Überblick und kann auch Zeit für Unvorhergesehenes einplanen.

9.     Warum will ich eine bestimmte Sache erreichen?
Das Nachdenken über das „Why“ führt uns oft auf dem Weg zur Lösung weiter. 
Die Reflexion darüber, warum mir dieses Ziel oder Thema besonders wichtig ist und ob es mich wirklich nach vorn bringt, kann dazu führen, dass wir Ziele, die wir bisher als unsere eigenen definiert haben loslassen, weil sie uns auf einmal nicht mehr so wichtig sind oder gar nicht unsere eigenen Ziele waren, sondern die Ziele anderer, die ich unreflektiert zu meinen eigenen gemacht habe.

10.  Auf was freue ich mich in dieser Woche?
Die Antwort auf diese Frage gibt mir positive Energie, die sich auch auf mein Umfeld auswirkt. Freude beflügelt - mich und andere. 

 

 

In diesem Sinne wünsche ich Euch eine positive Reflexion, die Ihr mit weiteren Fragen ergänzen könnt.

Mailt mir gern Eure Erfahrungen an info@kathrinrehbein.de.

Wenn Ihr Unterstützung bei der Reflexion auch zu herausfordernden Themen braucht, sprecht mich gern an. Ich stehe für Einzel-Coachings gern zur Verfügung.

 

 

Hamburg im Juli 2020 

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