Die Weihnachtsgeschichte vom Optimisten und Pessimisten

 

 

 Jeder nimmt die Welt auf seine Weise wahr. Ob wir eher pessimistisch oder optimistisch durchs Leben gehen, hängt von unseren Gedanken ab. Es gibt immer mindestens zwei Sichtweisen. Eine führt unweigerlich zu mehr Zufriedenheit und Glück. 

 

Lesen Sie selbst: 

Es waren einmal Zwillinge, die hießen Jasper und Henry. Sie glichen sich äußerlich wie ein Ei dem anderen. Ansonsten waren sie aber vollkommen verschieden. 
 
Wenn es Jasper zu heiß war, war es Henry zu kalt. Wenn Henry sagte: “Die Musik ist zu laut”, wollte Jasper die Musik noch lauter haben. Und der auffälligste Unterschied zwischen den beiden war der, dass Jasper zu jeder Stunde optimistisch und zuversichtlich war, während sich Henry meistens schlecht gelaunt und pessimistisch gab. Warum dies so war, die Eltern hatten die Ursache dafür noch nicht gefunden.

 

Weihnachten nahte und an Heiligabend wagten die Eltern der Zwillinge ein Experiment: 
Sie warteten am Vorabend des Heiligen Abends so lange, bis ihre Söhne eingeschlafen waren, und machten sich dann heimlich ans Werk. 
 
Sie füllten das Zimmer von Henry bis unter die Decke voll mit den schönsten Geschenken:
Eine elektrische Eisenbahn, eine Carrera-Rennbahn, einen Elektroroller, einen neuen PC und die
neueste X-Box und vieles mehr. 

Jasper aber legten sie nur einen stinkenden und dampfenden Haufen Pferdeäpfel ins Zimmer – sonst nichts.  Nun waren beide gespannt, was passieren würde

Am nächsten Morgen schauten die Eltern zuerst in Henrys Zimmer. 
Sie fanden Henry laut klagend am Boden sitzen, inmitten der ganzen wundervollen Geschenke. 
 “Warum weinst du denn?” fragte der Vater. 
 “Erstens, weil meine Freunde neidisch sein werden, dass ich so viele Geschenke bekommen habe. Zweitens muss ich jetzt die ganzen Gebrauchsanleitungen lesen, bevor ich mit den Geschenken etwas anfangen kann und das ist ziemlich aufwändig und anstrengend. 
Und drittens brauchen die meisten dieser Spielsachen ständig neue Batterien, wenn die Batterien leer sind, kann ich nicht damit spielen. Und viertens gehen im Lauf der Zeit bestimmt ein paar von den Spielsachen kaputt!. Ach das ist alles schrecklich." Und Henry weinte noch lauter. 

 

Daraufhin gingen die Eltern in Jaspers Zimmer. Dieser hüpfte vor Freude um die Pferdeäpfel herum, tanzte und sang. 
 “Warum bist du denn so fröhlich?” fragte die Mutter erstaunt.
 “Ganz einfach”, antwortete Jasper “weil irgendwo im Haus ein Pony versteckt sein muss!

 

Zugegeben, diese Geschichte ist etwas pointiert. Aber seien wir ehrlich, sind wir nicht oft geneigt, das Haar in der Suppe zu suchen, anstatt uns einfach zu freuen oder Möglichkeiten zu sehen? Kennen wir nicht alle auch Situationen, in denen wir meinen, etwas Schönes zu realisieren und treffen auf Mäkelei und Unzufriedenheit bei einigen, während andere eher die Chancen sehen? 

 

Halten Sie ruhig an der ein oder anderen Stelle mal inne und reflektieren sich und / oder die Situation. 

Autor unbekannt. Netzfund - leicht abgewandelt.  

Fotos: Pixabay.de