Emotional Leadership im Change

 

Veränderungsprozesse in Unternehmen sind immer mit persönlichen Veränderungen des Einzelnen und ganzer Teams verbunden und damit eine hochemotionale Angelegenheit. 

Führungskräfte sind oft selbst betroffen und sollen ihren Mitarbeitern einerseits Orientierung geben und deren Gefühle wahr- und ernst nehmen. Andererseits gilt es, die eigenen Gefühle wahrzunehmen und sich selbst zu stabilisieren. 

So sind sich viele Professionals und auch Führungskräfte ihrer eigenen Gefühle nicht immer bewusst oder es fehlen Worte dafür. Nicht selten werden problemhafte Situationen, die mit Changeprozessen einhergehen, als schwierig beschrieben. Damit wird der Fokus auf das äußere Geschehen und das auslösende Umfeld gerichtet und das eigene Erleben wird weniger beachtet. Genau hier liegt dann auch ein Schwerpunkt der Problematik: es fehlt vielen Führungskräften ein Zugang zum eigenen Innenleben und damit der ureigenen Bedürfnislage. Wie soll eine Führungskraft, die diesen Zugang zu sich selbst nicht hat, den emotionalen Zugang zu ihren Mitarbeitern finden, die damit zuweilen auch Schwierigkeiten haben.

Und genau da kann eine vorübergehende Begleitung durch ein Coaching unterstützen: emotionale Anteile, die gern auch verdrängt oder verleugnet werden anzusprechen, Raum zu geben und letztlich zu akzeptieren. Dies kann durch den Coach empathisch oder konfrontativ geschehen. 

Gefühle und Emotionen sind Botschaften aus dem eigenen Organismus an das Bewusstsein und auch mit der Biografie verbunden. Vor diesem Hintergrund können Emotionen Impulse geben: „Was ist gerade mein Bedürfnis? Was gilt es zu überwinden? Was möchte ich genau tun?“  Diese Fragen laden zum Erkunden der eigenen Wirklichkeitskonstruktion ein, denn oft ist die Wirklichkeit nicht so, wie wir sie in einer Veränderungssituation zunächst fühlen. Insofern dient das Erkunden und Betrachten der eigenen Emotionen als Anstoß zur Auseinandersetzung mit sich selbst. Emotionen sind in erster Linie also auch Anlässe zum Lernen. Erst wenn eine Führungskraft ihre eigenen Bedürfnisse kennt und eigene auch unangenehme Gefühle anerkennt, ist sie in der Lage, ihre Mitarbeiter authentisch zu begleiten und Hilfestellung in der Akzeptanz von Veränderung zu geben.

Die Fragen, die sich Menschen in als schwierig erlebten Veränderungssituationen stellen können sind „Warum passiert mir das“ oder „Warum tue ich mir das… an?“ Dann ist der Fokus wieder auf das eigene Erleben und die Selbstwirksamkeit gerichtet. In jedem heftigen Gefühl liegt ein positiver Kern, der uns zu uns selbst bringen will. Mit emotionalen Anteilen zu arbeiten, bedeutet letztlich, von sich selbst zu lernen. 

Die Hirnforschung weiß, dass sich emotionales Erleben verändern lässt, wenn auch niccht ruck zuck mal eben so. Um Emotionen zu verändern, ist es notwendig, das limbische System anzusprechen. Das Zürcher Ressourcenmodell arbeitet dazu auch mit Bildern und somatischen Markern, um das Unbewusste und den Körper einzubeziehen. Und auch das ist im Rahmen eines Coachings möglich.

 

Wer sich selbst vor oder mitten in Veränderungsprozessen sieht und Interesse daran hat, sich dafür gut aufzustellen, kann mich gern für ein begleitendes Coaching oder eine Beratung ansprechen.

Wer tieferen Einblick in Change, typische Verhaltensmuster von Menschen und den Zugang zu und Umgang mit Emotionen gewinnen will, ist herzlich willkommen im Seminar 

„Change-Kompetenz: wer verändern will muss fühlen“.

Am 3.4.2020 findet das nächste Seminar in Hamburg statt.

Fragen und Anmeldungen: info@kathrinrehbein.de